Armageddon returns - Die Frage ist nur, ob wir Retten oder Auslösen...

I bin da Lachs und do bin i dahoam

Ähnlich wie der Lachs, sind wir gestern nach langer Reise (über 3000 km) wieder am Ausgangspunkt – sprich Vancouver – angekommen. Vor genau zwei Wochen haben wir unseren Wohnmobiltrip begonnen und so langsam biegt der Kanada Urlaub auf die Zielgerade ein, jedoch ist jetzt erstmal Zeit von den letzten Etappen zu berichten.

Jasper – „Pull!“ – Wir stechen in See

Als wir im Wald von Jasper (den mit den Elchen) unsere Nacht verbracht hatten, starteten wir erholt einen Ausflug zum ca. 40 km entfernten Maligne Lake, einem der Postkarten-Motive schlechthin in der Region. Leider hatte uns der Rauch aus Banff (von den enormen Waldbränden in den USA und der schlechten Windrichtung verursacht) nun auch hier eingeholt, daher war die Szenerie doch sehr verhangen. Da Jonas ja ein kleiner Wanderbursche ist, machten wir zuerst einen knapp einstündigen Wanderweg am See entlang und durch die Wälder. Aufgrund der eingeschränkten Sicht verzichteten wir im Anschluß aber auf die (nicht gerade billige) Touristenbootsfahrt den gesamten See entlang, sondern entschieden uns für ein Kanu, mit dem wir 2 Stunden durch den See paddelten, während Jonas euphorisch „Pull, Pull, Pull!“ rief, damit seine Eltern auch ordentlich Gas geben mussten. 😉

Am späten Nachmittag fuhren wir dann erschöpft weiter nach Valemount, wo wir uns gleich nach Verlassen des Bundestaates Alberta unsere fehlende Stunde zurückholten und demnach noch eine Stunde mehr zur Verfügung hatten. Zudem konnten wir eine wilde Herde Elche beobachten, wie sie einen Fluß schwimmend überquerten.

Voldemort und die zickigen Lachsweibchen

Keine Angst, um Harry Potters Widersacher geht es in diesem Abschnitt rein gar nicht, ich ärgere meine liebe Familie einfach so gerne und habe den Ortsnamen Valemount einfach kontinuierlich falsch ausgesprochen, was speziell bei Bettina zu einem Gesichtsausdruck ähnlich dem dunklen Lord führte. 😉

Wir hatten unsere Stunde zurückbekommen, was den positiven Nebeneffekt hatte, dass wir am selben Tag noch an einer kostenlosen Erklärbärstunde über Lachse am nahegelegenen Flußarm teilnehmen konnten. Der nette Ranger zeigte uns die bereits angekommenen Lachsweibchen, die aggressiv ihre Brutstätten gegen andere Damen verteidigten und erklärte uns den gesamten Lebenszyklus der Lachse, was sehr spannend war. Die Lachse wissen demnach schon kurz nach der Geburt in welchem Bacherl sie geboren worden sind und kehren nach ca. 4-5 Jahren im Pazifik, genau an diesen Ort zurück um sich fortzupflanzen und danach zu sterben. Am Ende schaffen nur ca. 15% diese anstrengende Reise bis zum „erfolgreichen“ Ende. Natur so hautnah zu erleben war schon ein Erlebnis.

Ein Wohnmobil ist doch kein Bergpuma

Unser nächster Stopp Richtung Süd-Westen war das Örtchen und der Campground in Clearwater, bei dem wir zur Entspannung erst einmal den hauseigenen Minigolfplatz bespielten und die müden Glieder im Pool abkühlten. Gegen Abend machten wir uns aber auf, um den vierthöchsten Wasserfall (141 m) Kanadas zu bestaunen. Die Strecke dahin war kurvig und mit Schlaglöchern versehen, was den Papa aber nicht daran hinderte das Wohnmobil zu Höchstleistungen zu treiben, da man das Spektakel ja noch bei Tageslicht erreichen wolle. Reichlich durchgeschüttelt aber ohne Geschirrschaden, konnten wir dann einen wunderschönen Blick auf die Helmcken Falls werfen. Trotzdem sollte man beim nächsten Mal besser einen SUV für solche Aktionen verwenden. 😉

Sag mal Whistler weinst Du, oder ist das der Regen?

Beseelt von den Natureindrücken stand am nächsten Tag eine der längsten Strecken auf dem Programm. 430 km nach Whistler! Um ein bißchen Auslauf zu bekommen, hatten wir uns für einen Zwischenstopp in Kamloops entschieden, wo wir den BC Wildlife Park besuchten. Leider merkte man dem Zoo schon nach kurzer Zeit an, dass die besten Jahre wohl schon etwas zurückliegen. Nichtsdestotrotz konnte man Raubvögel, Raubkatzen, Koyoten, Bergziegen, Waschbären und auch verschiedene Bären anschauen. Die Tiere sind zudem allesamt aus der Region, waren bzw. sind dauerhaft verletzt und würden in der Wildnis nicht mehr überleben.

Nach dem Parkbesuch und leckerem Lunch im Denny’s, ging es dann weiter nach Whistler, wo wir auch ohne Reservierung (übrigens typisch Deutsch, wie wir feststellen durften) einen Platz fanden. Dann kam aber in der Nacht der Regen über die Olympiastadt von 2010. Es prasselte nur so auf den Wohnwagen ein, was beim Schlafen zwar beruhigend wirken mag, aber jegliche weitere Unternehmungen im Freien unmöglich machte. Da das laut Wetterbericht auch die nächsten Tage so weitergehen sollte, entschieden wir uns schweren Herzens und ohne viel von der Stadt und Umgebung gesehen zu haben, zur Weiterfahrt nach Vancouver Island.

Whale Watching mit ohne Wal 🙁

Von Whistler aus war es nur ein Katzensprung zum Fährhafen Nord-Westlich von Vancouver. Auf der Fähre nach Vancouver Island war noch Platz für unser Motorhome und wir nahmen die knapp zweistündige Überfahrt Platz auf dem Besucherdeck. Das Wetter war noch keinen Deut besser geworden, demnach herrschte rauer Seegang, was dem ein oder anderen Fahrgast die Blässe ins Gesicht trieb. Uns machte das Geschaukel zum Glück nichts aus.

Auf der Insel angekommen, ballerte der liebe Papa ohne Pause gleich 200 km weiter nach Tofino, was auf der Westeseite der Insel liegt. Zum Glück besserte sich die Wetterlage hier etwas und wir konnten gegen Abend noch durch das leicht verschlafene Nest mit seinen vielen Surfern und „Alternativen“ schlendern. Der nächste Morgen stand dann ganz im Zeichen von Abenteuer, denn wir drei begaben uns raus in den Pazifik um Wale zu sehen. Zusammen mit einem deutschen Pärchen und dem Skipper stachen wir, eingepackt wie Alaska-Fischer, in einem kleinen Boot in See. Wie die Zwischenüberschrift schon vermuten lässt, meinte es die Natur an diesem Tag nicht gut mit uns und wir bekamen leider keine Wale zu sehen, jedoch waren die 3 Stunden ein geiles Erlebnis. Speziell wie das Schiff immer wieder die rauen Wellen brach und wir zumindest wilde Seelöwen zu sehen bekamen, konnte uns entschädigen.

Ein kleines Stück London

Als die Welt wieder aufgehört hatte zu wackeln, fuhren wir nochmal 300 km ans südliche Ende der Vancouver Insel nach Victoria, der größten Stadt auf dem Eiland, die natürlich nach Königin Victoria benannt ist. Vom Campingplatz aus konnten wir einen Bus ins Zentrum nehmen, welches uns mit seinem britischem Flair sofort verzauberte. Gerade bei Dunkelheit leuchteten viele Gebäude in vielerlei Farben und man wurde das Gefühl nicht los, man würde durch London wandeln. Sogar Doppeldeckerbusse fuhren die Straßen entlang. Auch dieser weite Weg hatte sich defintiv gelohnt.

Da wir von Vancouver selbst noch nichts gesehen hatten, setzten wir am nächsten Tag wieder auf das Festland über. Die Hoffnung bei der Überfahrt doch noch Wale zu sehen wurde leider nicht erfüllt, aber irgendwann schaffen wir es.

Jetzt sind wir zwei Tage in Vancouver und schauen uns mal die Stadt an und gehen ein wenig Shoppen. 😉 Vielleicht ergibt sich noch ein Eintrag bis vor dem Rückflug am Donnerstag.

Natürlich dürfen die Fotos der letzten Tage nicht fehlen. Lieben Dank für’s Lesen und Kommentieren.

Liebe Grüße
Eure 3 Flodders

Grizzly Boo hatte mehrmals die Zahnprophylaxe geschwänzt

Gib die Stunde her oder Vorwärts in die Vergangenheit

Endlich gibt es den zweiten Kanada-Eintrag. 🙂

Leider zerlegt es die ganze Familie abends im Wohnmobil in aller Regelmäßigkeit komplett (nach soviel guter Bergluft), so dass mir die kreative Energie fehlt und ich ins Lummerland schnarche. Sorry. 😉

Dafür gibt es heute die letzten Etappen unserer Camping-Reise und eine Vielzahl an Fotos. Also: Let’s get it on!

Nach gut 7 Tagen und knapp 1500 km „on the road“ haben wir uns sehr an unser fahrendes Zuhause gewöhnt.  Das „Schiff“ schnurrt wie ein Kätzchen auf den Bergstraßen Kanadas, säuft aber mit seinem V10 Motor wie ein Schweralki den Sprit weg. Mit einem Tankinhalt von ca. 130 l schaffen wir gerade mal so 500 km, was einem Verbrauch von 26 l / 100 km (#meisterdestempomats) entspricht. Zum Glück ist der Sprit hier etwas billiger.

Die Handgriffe wie Anschluß des Wasser- und Abwasserschlauchs und des Stromkabels (sofern am Campingplatz überhaupt vorhanden) sitzen perfekt. Und auch die kleine Küche lässt die Chefin die ein oder andere Mahlzeit zaubern. Einzig Bacon-Streifen sollte man besser sein lassen, diese lösen durch die enorme Rauchentwicklung Alarm aus und hinterlassen im Wageninneren einen lang anhaltenden Fettgeruch. Wie oben schon erwähnt, schläft es sich einwandfrei.

Streckentechnisch wollten wir vom netten und alternativ angehauchten Campground in Kelowna nordöstloch nach Revelstoke fahren. Leider waren dort die wenigen Stellplätze schon durch die Vielzahl an Dauercampern oder Vorreservierungen belegt, daher legten wir gleich nochmal 150 km zurück und machten in Golden unseren nächsten Halt.

Es sei übrigens noch kurz erwähnt, dass wir bewusst auf Reservierungen verzichten, um uns die größtmögliche Freiheit in der Planung zu lassen, was aber auch erweitertertes Suchen zur Folge haben kann.

Als wir dort einen einfachen Campground finden konnten, mussten wir überrascht feststellen, dass die Uhr im Camp schon eine Stunde weiter war als unsere. Irgendwann auf der Strecke hatten wir nämlich die Zeitzone überschritten. Demnach waren es statt -9, nur noch -8 Stunden Unterschied zu Deutschland. Diese Situation brachte sogar unser Navi zu Fehlern in der Matrix (siehe Screenshot weiter unten). In wenigen Tagen holen wir uns die Stunde aber wieder. 😉

Wie es aber immer so ist, stellte sich der ungeplante Aufenthalt in Golden als positive Überraschung heraus. Per Zufall überreichte uns die nahezu zahnlose Campground-Oma einen Flyer für das Kicking Horse Mountain Resort, wo man ein Grizzly Gehege besuchen und eine Gondelfahrt zum Berg Whitetooth machen könne. Genau das machten wir am nächsten Tag, einem strahlend blauen Sonnentag, auch und wurden nicht entäuscht. Sowohl der Spaziergang auf der Bergspitze, bei dem wir unser erstes „wildes“ Tier (Berghörnchen) entdeckten, als auch die Führung bei der Grizzly Auffangstation, bei der wir den Grizzly-Waisen Boo nach dem Mittagsschlaf erleben durften, waren ein absolutes Highlight.

Am selben Abend und der Weiterfahrt nach Radium Hot Springs hatten wir das gleiche Problem wie in Revelstoke, es war ja leider Wochenende und alle großen Campingplätze restlos ausgebucht. Als letzte Option wurde uns ein 9-Loch Golfplatz einige Kilometer vor der Ortschaft genannt, den wir sogleich anfuhren. Edgewater Hilltop Golf & RV Park stellte sich als absoluter Glücksgriff heraus. Wir bekamen einen einfachen Stellplatz ohne Anschlüsse, dieser lag aber direkt am Golfplatz, welchen wir zum Abendspaziergang auch komplett abgehen durften und dabei ein Reh beim Apfelnaschen ertappten. Die Chefin, welche ein richtiger Oma-Typ war, bekochte uns auch noch äußerst lecker für wenig Geld selbst. Sogar selbstgemachten Apple-Pie nahmen wir uns noch am nächsten Tag als Proviant mit.

Auf dem Weg nach Banff machten wir noch einen Abstecher in die heißen Thermalquellen die Radium Hot Springs den Namen verliehen haben. Das Schwimmbad liegt zwar praktisch im Bergmassiv, hat aber außer zwei Becken (Lauwarm & Heiß) nicht soviel zu bieten. Trotzdem hatten wir unseren Spaß.

In Banff, einem der Tourismusmagneten in den Rocky Mountains, machten wir zum ersten Mal zwei Tage Rast auf einem der größten Campingplätze (ca. 600 Plätze), die wir bisher gesehen hatten. Während des Aufenthalts schlenderten wir am ersten Tag noch durch das nette aber überfüllte Städtchen. Wohingegen wir uns am zweiten Tag Mountainbikes ausgeliehen hatten und die einfachen Bike Trails der Umgebung abfuhren. Diese Trails führten uns zu kleinen Wasserfällen, einer Pferderanch und am Flußufer zu einer Begegnung der besonderen Art. Nach einer Abzweigung standen auf einmal ein Elch-Junges mit seiner Mutter auf dem Feldweg. Sehr vorsichtig schoben wir unsere Drahtesel vorbei, wurden dabei von den Tieren gemustert aber friedlich vorbei gelassen. Puh, da geht einem die Pumpe, bei so imposanten Tieren. Den sportlichen Tag ließen wir noch mit Grillen und Marshmallows am Lagerfeuer (hier war Feuermachen erlaubt) ausklingen. Das Holz hierfür wurde sogar gestellt, musste aber noch äußerst männlich mit der Axt bearbeitet werden. 😉

Nach den tollen Tagen von Banff, ging es gestern (es ist ja schon 00:26 h!) weiter nach Jasper, einem weiteren bekannten Örtchen in den Rockies. Ein kleiner Zwischenstopp in Lake Louise war aber eher ein Reinfall, da es so extrem diesig war, dass man vom See selbst kaum etwas zu sehen bekam. Frei nach dem Motto „Wie sie sehen, sehen sie nichts!“. Trotzdem lichteten die Mehrzahl der asiatischen Touristen die Nebelwand ab, als gäbe es kein Morgen. Immerhin konnte Jonas sich mit einem Indianer fotografieren lassen. In Jasper sind wir nun auf einem noch größeren RV-Campground, welcher aber auf hunderten Quadratmetern mitten im Wald liegt. Man kann gerade noch so seinen Parkplatznachbarn sehen. Sehr cool. In diesem Wald leben auch Elche, daher sind Bettina und Jonas auf dem Weg zum WC gleich mal einem Hirschen und seinen Kühen begegnet, diese sind die Menschen aber wohl gewöhnt und reagieren sehr ruhig. Mal schauen, ob heute Nacht etwas an die Türe klopft. 😉

Soderle, das war’s für heute. Natürlich dürfen die versprochenen Fotos (inkl. toller Tierbilder) nicht fehlen. Viel Spaß beim Anschauen und Danke für’s Lesen und Kommentieren (im Blog oder Facebook).

Liebe Grüße von den Kanada-Flodders 🙂

PS: Da wir beim letzten Eintrag ja den Waldbrand als Breaking News hatten, darf diesmal eine weitere „Eye-Witness-News“ nicht fehlen. Auf dem Weg nach Banff steckten wir 30 Minuten in einer Vollsperrung, da ein Pick-Up mit Wohnwagenanhänger mal kurz umgekippt war. Den Insassen ist nichts passiert (außer einem Schock), aber die Karlstetter-Paparazzis haben das Ganze bildlich festgehalten (siehe Gallerie).

Die Flodders Reloaded

Burn Forrest Burn!

Servus miteinand‘, jetzt ist es endlich soweit und der erste Eintrag findet – beginnend mit einer doppeldeutigen Überschrift – seinen Weg in den Blog.

Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr im Laufe des Eintrags. 😉
Montag starteten wir unseren großen Trip nach Kanada. Als Fluglinie hatten wir British Airways gewählt, welche uns über London nach Vancouver bringen sollte. Am Münchner Flughafen lief noch alles einwandfrei, speziell mein Rucksack voller Elektronik ist für die Security Leute immer eine Herausforderung. Der Mitarbeiter war aber sehr freundlich, schaute mit mir kurz rein und wünschte mir einen schönen Urlaub.

In London hatten wir knapp 90 Minuten geplante Umsteigezeit und der Flieger kam auch pünktlich in Heathrow an. Laut den britischen Saftschubsen würde am Gate jemand warten, der uns zum Vancouver Flieger bringen würde. Natürlich stand da niemand und wir machten uns selbst auf den Weg zum neuen Flieger. Obwohl wir ja bereits in München schon komplett durchgecheckt wurden, mussten wir das ganze Prozedere nochmal über uns ergehen lassen (wir befanden uns wohlgemerkt im Transfer) – mit 1000 anderen. Sprich, ellenlanger Stau und die Zeit tickte. Irgendwann kamen wir auch dran und legten alles auf das Band, darin sind wir ja geübt.

Alle unsere Sachen kamen am anderen Ende heraus, bis auf meinen eingangs erwähnten Technik-Rucksack. Dieser nahm eine Abzweigung zu einem Security-Officer, leider waren da noch 5 weitere „gefährliche“ Gepäckstücke vor meinem. In einer Bierruhe arbeitete er sich sich am Ersten aus dem Pulk ab und wir merkten, jetzt wird’s zeitlich eng. Man muss sich ja am Flughafen, gerade im englisch-sprachigen Raum, sehr anständig aufführen, will man nicht eine Taser-Kur erleben, daher bat ich freundlichst darum meinen Rucksack etwas in der Reihe vorzuziehen, da wir ja unseren Flug erreichen mussten. Ich wurde an den Supervisor verwiesen, dieser meinte, ja, es würde eng werden, jetzt um 12:00 h wäre aber erstmal Schichtwechsel, danach wäre mein Rucksack dran. Als dann die Mitarbeiterin begann meinen Rucksack in seine Einzelteile zu zerlegen und auf Sprengstoff zu prüfen, schickte ich Bettina und Jonas ans Gate um im Notfall „die Tür aufzhalten“. 😉 Natürlich wurde nichts gefunden, ich durfte aber mein Zeug in aller Eile wieder selbst einpacken und sprintete in bester Forrest-Manier (!) zum Gate, leider musste dazwischen noch ein kleiner Zug genommen werden. Mit Puls 200 und verschwitzt wie eine finnische Herrensauna kam ich auf den letzten Drücker zum noch offenen Gate. Puh, so wollte ich das Ganze eigentlich nicht beginnen.

Die Ankunft in Vancouver verlief reibungslos, außer, dass man bei der Immigration auch fast 60 Minuten anstand. Zum Glück fuhr ein Hotel-Shuttle uns zum Sandmann Signature am Airport, wo wir unsere erste Nacht vor der Übergabe des Wohnmobils verbringen sollten. Leider liegt das Ganze weit außerhalb von Vancouver City und wir waren aufgrund des Jetlags nicht mehr im Stande uns die Stadt kurz anzuschauen.

Am nächsten Morgen holte uns der RV-Anbieter Four Seasons RV Rentals am Hotel ab, um uns nach Abbotsford (Vorort von Vancouver) zu kutschieren, wo wir unser Motorhome inkl. Einweisung erhalten würden.

Die Leute vor Ort waren superfreundlich und sehr professionell, dazu sprachen sie auch fast alle perfekt Deutsch (Hauptkunden). Nachdem wir uns mit dem fahrenden Zuhause vertraut gemacht hatten und der Papierkram erledigt war, ging es sogleich auf den Weg zum nächsten Supermarkt um etwas Proviant zu besorgen.

Da wir im Vorfeld nur die groben Ziele definiert haben, fuhren wir als erstes den Ort Harrision Hot Springs an, wo wir direkt am Ufer einen kleinen feinen Camping-Platz fanden. Zur Entspannung gingen wir am Ufer des Sees spazieren und ließen uns vom Panorama begeistern. Bei der Rückkehr am Campground wurde ich von der Chefin darauf hingewiesen, dass mein Wasserschlauch wohl defekt sei, da er immer am Verbinder abrutschen würde. McGyverstylemäßig besorgte ich graues Klebeband und reparierte den maroden Schlauch.

Die erste Nacht im geräumigen Mobil war wunderbar, alle ratzten wie die Weltmeister. Jonas ist mit seinem „Reich“, dem Alkoven, mehr als glücklich, aber auch Bettina und ich haben im Doppelbett ausreichend Platz. Nach einem gemütlichen Frühstück fuhren wir sogleich weiter ins 4 Stunden entfernte Osoyoos, dem südlichsten Ort Kanadas, der für sein warmes Klima und den dort angebauten Wein bekannt ist. Als wir uns dem Städtchen näherten merkten wir schon, dass der Himmel recht bedeckt erschien, was aber weniger am Wetter, sondern an der Asche in der Luft lag, die sich auf unsere Klamotten absetzte. Wir vermuteten, dass in der Nähe ein Waldbrand gewesen sein musste.

Der Campingplatz, den wir hier wählten, war auch in Seenähe, vom Standplatz aus war das Gewässer jedoch aufgrund der Asche kaum in Sehnähe. 😉 Zudem hatte es meinen geflickten Schlauch nun komplett zerlegt, nach 6 km Fußmarsch und einem Baumarkt später, war dieses Problem zum Glück behoben. Die Kosten würde ich nach Rücksprache mit dem Anbieter sogar erstattet bekommen.

Als Freizeitbeschäftigung gingen die Karlstetters im Anschluß natürlich ihrer neuen Familiensportart Minigolf auf einem sehr coolen Platz nach. Bei der Rückkehr wurden wir aber von einem „spekaturlären“ Naturschauspiel überrascht, wir wurden Zeugen, wie im „Gebirge“ am anderen Ufer die Bäume brannten (!). Von uns aus sah die Rauchentwicklung wie ein Vulkanausbruch aus.

Als wir heute Morgen aufwachten, galt unser erster Blick nach draußen. Komischerweise war strahlend blauer Himmel und keinerlei Rauchschwaden am Firmament. Lediglich verkohlte Nadeln lagen auf dem Camping-Tisch und zeugten von dem abendlichen Unglück.

Nichtsdestotrotz wollten wir wieder weiter Richtung Rocky Mountains und machten nach 130 km und einer atemberaubend schönen Strecke Stopp in der größten Stadt am Okanagan See, nämlich Kelowna. Nach einem abkühlenden Besuch der örtlichen Shopping Mall ging es noch in die Fluten des Sees, was noch erfrischender war. Wo es uns morgen hin verschlägt, wird beim Frühstück im Wohnmobil entschieden.

Beim nächsten Eintrag wissen wir und ihr es. Bis dahin noch ein paar Impressionen:

Liebe Grüße (nach soviel Text muss ich auch ins Bett, wurde ja mal wieder „etwas“ länger.) 😉
Die Flodders aka die CAN-Camper

KANA_DA

Mia san im Woid dahoam

Es ist mal wieder soweit, die 3 unerschrockenen Karlstetters machen sich auf den Weg in die große weite Welt. Diesmal heißt das Ziel Kanada, genauer gesagt British Columbia, welches wir mit dem Wohnmobil knapp 3 Wochen erkunden werden. Es wird sicher sehr aufregend, da wir so etwas in der Art noch nie gemacht haben.

Die 3 Koffer mit Klamotten für jede Wetterlage sind gepackt und wir starten in wenigen Minuten Richtung Flughafen. Dort bringt uns die British Airways über London nach Vancouver, wo wir am Dienstag unser „Rolling-Home“ übergeben bekommen. Danach haben wir nur einen sehr groben Plan einer Route, da wir diesmal etwas mehr Freiheit und Flexibilität in der Tagesplanung wollten. Mal schauen, ob uns oder wir die Bären besuchen.

Natürlich werden wir auch wieder bloggen (je nach Internetverfügbarkeit). Ist doch Ehrensache! 😉

Wir würden uns freuen, wenn ihr uns wieder ein kleines Stück begleitet.

Bye, bye bis zum nächsten Eintrag
Eure 3 wilden Karlstetters

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Wir gründen den Bayern-Fanclub „Rot-Weiß Dahoam“

Nach knapp zwei Wochen und zwei Umfragen steht also der finale Name unseres Fanclubs fest, er lautet

Rot-Weiß Dahoam

Zwei Drittel aller 30 abgegebenen Stimmen entfielen auf diesen Bayern-Fanclub-Namen, von so einem Ergebnis können deutsche Parteien nur träumen. 😉

Mir gefällt die Bezeichnung und ich bin mir sicher, dass wir diesen Namen mit Leben füllen werden. Wie ihr oben im Beitragsbild sehen könnt, habe ich schon mal meine Kreativität ein bißchen fließen lassen. Ich hoffe der Logo-Entwurf gefällt auch, Meinungen dürft ihr gerne ins Kommentarfeld posten. 🙂

Auf dem Weg zum offiziell angemeldeten Fanclub habe ich auch schon die ersten Schritte eingeleitet. Aber seht selbst:

Anmeldung Fanclub

Es wird also noch ein zwei Tage dauern, bis die Fanclubabteilung meine Anmeldung genehmigt. Sobald dies geschehen ist, werde ich alle bisher 36 angemeldeten „Mitglieder“ über das FC Bayern-System anschreiben.

Natürlich können sich  weiterhin neue Interessenten beim Fanclub anmelden, wer noch mitmachen will muss einfach diesem Link folgen: http://eepurl.com/0rOOH

Bei Fragen einfach melden.

Rot-Weiße Grüße 🙂

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